Der Bereich der Rhetorik ist unglaublich vielseitig und es wurden schon viele Bücher über dieses Thema geschrieben. Wir wollen hier mal nur einen Aspekt betrachten, der als Grundgerüst für viele Präsentation sehr hilfreich ist.

Nach Aristoteles gibt es drei Wege der Überzeugung: Logos, Ethos und Pathos.

Wenn wir also diese drei Wege oder Methoden in unserem Vortrag nutzen, stehen die Chancen gut, dass wir damit einen Großteil unserer Zuhörer ansprechen.

Logos

Unter den Begriff Logos fallen alle nachprüfbaren Fakten Ihres Vortrags. Hierzu zählen z.B. Jahreszahlen, Diagramme, Schaubilder, Zitate, Berechnungen, Fachbegriffe etc. Der Bereich „Logos“ umfasst also alle Informationen, die den Verstand und das intellektuelle Denken Ihrer Zuhörer ansprechen. Ohne Fakten wäre Ihr Vortrag nur heiße Luft. Sie brauchen also hilfreiche und fachlich korrekte Informationen, die Sie vermitteln wollen. Zuviel davon ist jedoch auch nicht gut. Gerade Wissenschaftler und Techniker tendieren dazu, diesen Bereich sehr ausführlich zu behandeln. Sie handeln dann gerne getreu dem Motto „Lieber ein paar Information zu viel als zu wenig. Irgendwas wird schon hängen bleiben.“ Das Ergebnis ist jedoch dann meistens das Gegenteil. Aufgrund der Flut an Informationen sind die Zuhörer überwältigt und behalten gar nichts.

Ethos

Ethos steht für die Glaubwürdigkeit des Redners. Ihre Überzeugungskraft hängt sehr stark davon ab, welchen Eindruck die Zuhörer über Sie haben. Wenn Sie viele Bücher geschrieben haben und im Fernsehen zu sehen waren, so wird ein Großteil des Publikums wissen, wer Sie sind und für was Sie stehen. Wenn Sie jedoch dem Publikum nicht bekannt sind, müssen Sie unbedingt Ihren Zuhörern klarmachen, warum es sich lohnt, Ihnen zuzuhören. Verweisen Sie z.B. auf Ihre Ausbildung und berufliche Erfahrung oder einen Fachartikel, den Sie geschrieben haben. Den Leuten muss klar sein, worin Ihre Kernkompetenz besteht und was Sie dazu befähigt, diesen Vortrag zu halten.

Pathos

Ohne Pathos wäre Ihr Vortrag jedoch nur etwas für den Verstand. Was jedoch nicht fehlen darf, ist das Herz. Reichern Sie Ihre Präsentation also mit Beispielen, Anekdoten oder Bildern an, die den trockenen Fakten ein Gesicht geben. Eine Statistik über den geringen Niederschlag wird längst nicht so deutlich im Gedächtnis bleiben, wie ein Foto von braunen Wiesen und ausgetrocknetem Boden. Profis im Vertrieb und Marketing verstehen es meist sehr gut Geschichten zu erzählen und beim Zuhörer Bilder im Kopf entstehen zu lassen, die die Gefühlsebene ansprechen.

Fakten werden vergessen – Emotionen bleiben

Die richtige Mischung

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, zu welchen Anteilen diese drei Anteile in Ihrem Vortrag vorkommen sollten. Dies lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten. Bei einem technischen Vortrag wird zwangsläufig der Logos-Anteil größer sein, als bei einer eher motivierenden Ansprache mit einem größeren Anteil an Ethos und Pathos. Sie sollten jedoch nie vergessen, dass bei jeder Art von Präsentation immer alle drei Anteile wichtig sind. Die exakte Mischung hängt von Ihrer Person, dem Thema und dem Zielpublikum ab, aber vergessen sollten Sie keinen der drei Teile.

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